WFK

2019-lapin-neobiota-invasive-austria-forests

Invasive Alien Plant Species in Unmanaged Forest Reserves, Austria

Lapin, Katharina; Oettel, Joachim; Steiner, Heribert; Langmaier, Michael; Sustic, Dominik; Starlinger, Franz; Kindermann, Georg; Frank, Georg · · NeoBiota, 48: 71–96 (Pensoft, Open Access)

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Notizen

15-Jahres-Untersuchung in unbewirtschafteten österreichischen Wald-Reservaten (cross-Bundesländer). Befund: Unbewirtschaftete Wälder sind NICHT resistent gegen Pflanzen-Invasionen — Neobiota-Druck wächst auch in naturnahen Schutzbeständen. Long-Term-Field-Monitoring >Cluster-5-Naturraum-Bezug. HTTP 200 verifiziert (Pensoft Open Access). K3-Sekundäranker für WFK-5.1.1 (Wald/Wiesen-Veränderung, skeptische Gegenstimme zur Naturalismus-Narrative). Cross-Read: neobiota-austria.at-Portal (1300 Neophyten / 30% AT-Flora).

Key Findings

  • Unbewirtschaftete Wälder sind nicht neobiota-resistent: Auch in streng geschützten, unbewirtschafteten österreichischen Waldreservaten (kein Forsteingriff über 15 Jahre) wächst der Invasionsdruck durch nicht-heimische Pflanzenarten.
  • Multi-Standort-Survey: Cross-bundesländerliche Erhebung an zahlreichen Reservat-Standorten; repräsentatives Spektrum österreichischer Waldgesellschaften (Laubmisch-, Nadel-, Auwald).
  • Neobiota-Diversität: Vielfältige Neophyten-Arten etabliert; Staudensumpfpflanzen, Gehölz-Neophyten und Ruderalpflanzen in unterschiedlichen Bestandsdichten.
  • Klimawandel-Kopplung: Wärmere und trockenere Sommer öffnen Nischen für wärmeliebende Neophyten; Wien-Transfer: 1300 Neophyten-Arten / ca. 30 % der österreichischen Flora sind nicht-heimisch (neobiota-austria.at).
  • Management-Implikation: Schutz allein (keine Bewirtschaftung) reicht nicht — aktives Neobiota-Management auch in Naturschutzgebieten notwendig.

Methods

  • 15-jähriges Langzeit-Monitoring in unbewirtschafteten Waldreservaten (cross-bundesländerlich).
  • Vegetationsaufnahmen nach Braun-Blanquet-Methode; Neophyten-Identifikation nach flora.at und österreichischen Standardfloren.
  • Statistische Analyse zeitlicher Trends in Neophyten-Deckung und Artenzahl pro Reservat.

Limitations

  • Studie von 2019; neuere klimabedingte Verschiebungen (post-Hitzejahre 2019–2023) sind nicht abgedeckt.
  • Fokus auf unbewirtschaftete Reservate; bewirtschaftete Wienerwald-Forstflächen (MA 49) sind nicht direkt vergleichbar.
  • Wien-spezifische Daten für Lainzer Tiergarten oder Wienerwald sind aus dieser Studie nicht ableitbar.

Relevance to Wien

Sekundäranker für WFK-5.1.1 zur Neobiota-Komponente. Skeptische Gegenstimme zur Annahme, naturnahe Waldbewirtschaftung schütze automatisch vor Neobiota-Invasion. Für MA 22 (Naturschutz) und MA 49 (Forstbetrieb): Neobiota-Monitoring ist auch in Schutzgebieten des Wienerwalds und Lainzer Tiergartens notwendig. Forschungslücke: Wien-spezifische Neobiota-Schwellenreaktionen unter Klimastress.

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