2024-rijksoverheid-mca-h2-carriers
Comparison of Hydrogen Carriers — Multi-Criteria Analysis of Hydrogen Carriers
Ministerie van Economische Zaken en Klimaat (Rijksoverheid Nederland); TNO · · Rijksoverheid Nederland (Ministry of Economic Affairs and Climate)
Bibliographische Details
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Notizen
Niederländische Regierungs-Studie 30.09.2024, Multi-Criteria-Analyse für vier H2-Träger (Liquid H2, Ammoniak NH3, Methanol, LOHC) auf Achsen Sicherheit, Wirkungsgrad, Kosten, Genehmigungs-Aufwand, Klimagerechtigkeit. Kernergebnis: Ammoniak-Schiff dominiert für weite Distanzen; zentrale Konversion am Hafen-Eingangs-Terminal (statt dezentral) vorzu- ziehen, weil Ammoniak im niedrigen Sicherheits-Score (toxisch, Erstickungsgas). Methanol schwach wegen GHG-Emissionen. LOHC mit hohem Logistik-Aufwand wegen Rückführung des entladenen Trägers. PGS-12-Code (NL Sicherheits-Vorgabe) wird 2024 für Ammoniak-Importe verschärft. Refresh-Frequenz: irregular (Policy-getrieben).
Zusammenfassung
Die niederländische Multi-Criteria-Analyse 2024 vergleicht die vier wichtigsten H2-Träger für maritimen Import. Wesentliches Ergebnis: kein Träger ist universell überlegen; die Wahl hängt von Distanz, Endanwendung und Konversions-Standort ab. Ammoniak ist kostenseitig führend (5,07–7,69 €/kg H2-Äquivalent), aber sicherheits- und genehmigungs- seitig die kritischste Wahl, weshalb zentrale Konversion am Hafen-Terminal mit Pipeline- Anschluss in das nationale H2-Netz empfohlen wird. LOHC erlaubt Nutzung bestehender fossiler Tank-/Schiffs-Infrastruktur, aber doppelte Logistik (Rückführung) reduziert den Vorteil. Methanol ist drop-in für Schiffs-Bunkering, hat aber GHG-Schwächen.
Relevanz für WFK-1.4.1
Übertragbar auf Wien mit Einschränkung: Hafen Wien ist Binnenhafen, nicht Importterminal. Trotzdem direkt relevant für (1) den Sicherheits-Trade-off Ammoniak vs. Methanol vs. LOHC — NH3 in dicht-bebauten urbanen Räumen ist hoch problematisch, was die Wien-Praxis im H2REAL-Konsortium bisher implizit bestätigt (kein NH3-Pilot in Wien). (2) Den Befund, dass LOHC Brownfield-Tanklager-Infrastruktur (wie Lobauer Hafen mit ~1 Mio. t/Jahr Treibstoff- Umschlag) nutzen könnte. (3) Den Methanol-Pfad für Schiffs-Bunkering an der Donau-Schifffahrt.
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