WFK

2024-cluster4a-eea-parking-sustainable-cities

EEA — Parking policies and sustainable urban mobility: modal shift, curb-space reallocation, neighbourhood garages

European Environment Agency (EEA) · · EEA — Articles & Briefings, Sustainable Urban Mobility

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Notizen

EU-Tertiary für WFK-4.1.2. EEA-Synthese zu Parkraum-Politik als Mobilitäts-Steuerungs-Instrument in europäischen Städten. Behandelt explizit den ambivalenten Effekt von Quartiers-/Sammelgaragen (engl. "neighbourhood / off-street parking facilities") auf Modal Split und CO2e-Bilanz: induzierte Pkw-Nutzung („induced demand") vs. Reduktion des Such-/Querverkehrs durch Bündelung. Beleg-Basis: Erfahrungen aus Kopenhagen, Amsterdam, Paris, Mailand. Tier=eu, type=report, oa_status=gold (CC-BY 4.0).

Key Findings

  • Quartiers-/Sammelgaragen als isoliertes Instrument zeigen in europäischen Vergleichsstudien einen netto positiven CO2e-Effekt nur dann, wenn sie mit Rückbau von oberirdischen Stellplätzen und Tarif-Differenzierung (höhere Quartiersgarage-Tarife als Anwohner-Parken) kombiniert werden. Stand-alone führt die zusätzliche Kapazität tendenziell zu erhöhter Pkw-Verfügbarkeit (induced demand).
  • Die Distanz zwischen Wohnung und Quartiersgarage ist der dominante Modal-Shift-Hebel: ab >300 m Wegstrecke zur Garage steigt der ÖPNV-/Rad- Anteil messbar (Kopenhagen-Daten 2018–2023, Paris „Plan Vélo" 2020–2024). Liegt die Garage unter 100 m Distanz, bleibt der Modal Split gegenüber Vor-Maßnahme-Zustand weitgehend unverändert.
  • Parkraum-Bewirtschaftung („Pricing") ist gemäß EEA-Synthese das wirkungsstärkste Einzel-Instrument zur CO2e-Reduktion im urbanen Verkehr, gefolgt von Stellplatz-Reduktion bei Neubau („parking maximums" statt „parking minimums"). Quartiersgaragen sind ein Komplement, kein Substitut.
  • Methodische Herausforderung: Wirkungs-Quantifizierung ist stark kontextabhängig (Bestands-Modal-Split, ÖPNV-Dichte, Bezirks- Sozioökonomik); transferfähige Universalwerte existieren nicht. Empfehlung des Reports: lokale Vorher-Nachher-Messungen mit Modal-Split-Erhebungen als Standard.

Relevance for WFK-4.1.2

Liefert den EU-Vergleichsrahmen und belegt den ambivalenten Effekt von Quartiersgaragen explizit: positiv nur bei Kopplung mit Stellplatz-Rückbau und Tarif-Differenzierung, neutral bis negativ als Stand-alone-Maßnahme. Quantifiziert den Distanz-Hebel (>300 m als Modal-Shift-Schwelle). Komplementär zu 2024-cluster4a-stadt-wien-flaechen-widmungsplan-mobilitaetWien (Wien-Regulierung) und 2024-eea-urban-adaptation-europeEU (EU-Adaption- Kontext).

Verified-Status

peer-reviewed (EEA mit externem Reviewer-Pool). Lizenz: CC-BY 4.0. Refresh-Frequenz: alle 1–2 Jahre, Mobility-Briefings laufend. Cross-Check über JRC, ITF (International Transport Forum), POLIS-Network.

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